Azubi-Coach
07.05.-10.05.2012
Hamburg
Berufseinstiegs-
coach
21.05.-24.05.2012
Leipzig
Berufswahlcoach
20.02.-23.02.2012
München
Methodenworkshop
Berufsorientierung
25.-27.06.2012
Köln
Lerncoach
19.03.-22.03.2012
Köln
Jugend-Schulden-Coach
22.02.-24.02.2012
Köln
Schulden-Coach
13.06.-15.06.2012
München
Systemischer Coach
22.02.-24.02.2012
Berlin
Lösungsorientierter Coach
07.03.-09.03.2012
Leipzig
Achtsame Beratung
18.07.-20.07.2012
Berlin
Berufseinstiegsbegleitung
Situation am Ausbildungsmarkt
Für Hauptschüler sieht es am Ende der Schulzeit nicht rosig aus: Nach wie vor findet nur jeder Zweite von ihnen eine Lehrstelle, die anderen müssen sich oft jahrelang bemühen und werden zu sogenannten Altbewerbern. Noch schlechter sieht es für Jugendlichen aus, wenn sie die Schule ohne Abschluss verlassen und als Schulabbrecher versuchen einen Ausbildungsplatz zu finden.
Außerdem brechen 20% der Auszubildenden ihre Ausbildung im 1. Lehrjahr ab - häufige Gründe sind die falsche Berufswahl oder Probleme im Ausbildungsbetrieb. Insgesamt hat dies zur Folge, dass 15 % der 20-29jährigen über keinen beruflichen Abschluss verfügen und als Ungelernte von Arbeitslosigkeit bedroht sind.
Berufseinstiegsbegleitung
Um Altbewerbern und Schulabbrechern bessere Chancen zu geben, wurde der Ausbildungsbonus eingeführt: Betriebe, die einen Altbewerber einstellen, erhalten staatliche Hilfen. Außerdem werden ab 2009 entsprechend des geändertem SGB III § 421s bundesweit 1000 Berufseinstiegsbegleiter eingesetzt. Berufseinstiegsbegleiter sollen Jugendliche beim Übergang Schule - Beruf unterstützen. Zielgruppe der Berufseinstiegsbegleiter sind Jugendliche, die z.B. aufgrund von sozialen oder sprachlichen Schwierigkeiten wahrscheinlich Probleme haben werden, einen Schulabschluss zu erreichen und den Übergang in eine berufliche Ausbildung zu meistern. Ein häufiges Indiz dafür ist nach wie vor ein Migrationshintergrund, in der Regel besuchen die Jugendlichen ein Haupt- oder Förderschule. Ein Berufseinstiegsbegleiter betreut dabei maximal 20 Jugendliche gleichzeitig.
Bundesweit werden zunächst 1000 Berufseinstiegsbegleiter eingesetzt, so dass pro Jahr mehr als 20.000 Jugendliche unterstützt werden können - da pro Jahr 80.000 Jugendliche die Schule ohne Abschluss verlassen ist absehbar, dass langfristig noch mehr Berufseinstiegsbegleiter benötigt werden.
Aufgaben der Berufseinstiegsbegleitung
1. Erwerb eines allgemeinen Schulabschlusses
Die Berufseinstiegbeleitung richtet sich an Jugendliche in der Vorabschlussklasse. Das erste Ziel ist der Erwerb eines Schulabschlusses, in der Regel des Hauptschulabschlusses.
2. Berufsorientierung
Gleichzeitig sollen Berufseinstiegbegleiter den Jugendlichen eine vertiefte Berufsorientierung anbieten. Die falsche Berufswahl ist ein häufiger Grund für Ausbildungsabbrüche. Neben der Feststellung von Eignung und Talent ist es auch Aufgabe der Berufseinstiegsbegleiter, eine realistische Berufswahl sicher zu stellen, denn in vielen Berufen haben Bewerber mit Hauptschulabschluss wenig Chancen. Zudem gilt es in diesem Prozess auch Ausbildungsreife bei den Jugendlichen herzustellen, denn die Berufswahlreife gilt als Teil der Ausbildungsreife.
3. Bewerbung
In den Abschlussklassen helfen die Berufseinstiegsbegleiter den Jugendlichen bei der Bewerbung: Sie unterstützen die Jugendlichen bei der Lehrstellensuche und helfen bei der Erstellung von Bewerbungsunterlagen. Auch das Benehmen und Verhalten im Vorstellungsgespräch muss mit vielen Jugendlichen geübt werden.
4. Stabilisierung der Ausbildung
Wenn der Übergang in eine duale Ausbildung gelingt, sollen die Berufseinstiegsbegleiter die Jugendlichen im ersten halben Jahr der Ausbildung stabilisieren, um einen langfristigen Erfolg der Maßnahme sicherzustellen. Bei Krisen am Ausbildungsplatz intervenieren und vermitteln sie. Voraussetzung ist hier die Kenntnis der rechtlichen Grundlagen der dualen Ausbildung.
Wer eignet sich zum Berufseinstiegbegleiter?
Berufseinstiegsbegleiter können Personen mit unterschiedlichen Vorerfahrungen werden. Geeignet sind vor allem Menschen, die über pädagogische Qualifikationen verfügen und / oder Erfahrung mit dem betrieblichen Ausbildungswesen haben, also z.B. selbst Ausbilder waren oder Führungsaufgaben wahrgenommen haben.
Arbeitsort und Kooperation
Die Ausschreibung der Stellen für Berufseinstiegsbegleiter erfolgt über die Träger. Der Berufseinstiegscoach arbeitet dann an einer Schule und ist bei einem Träger angestellt. Die Schüler mit Betreuungsbedarf werden in Absprache mit Lehrern oder Schulsozialarbeitern ausgesucht. Die Eltern der in der Regel minderjährigen Schüler müssen der Maßnahme zustimmen. Berufseinstiegsbegleiter kooperieren in ihrer täglichen Arbeit eng mit Lehrern und anderen Akteuren, z.B. ehrenamtlichen Dritten die Jugendliche bei der Berufswahl und Berufseinstieg unterstützen.
Fortbildung in der Berufseinstiegsbegleitung
Das Institut für Bildungscoaching bietet verschiedene Fortbildungen an, die für Berufseinstiegsbegleiter interessant sind, wie zum Beispiel die Fortbildung "Krisenintervention bei Problemen am Ausbildungsplatz".
Weiterbildung zum Berufseinstiegsbegleiter
Die Weiterbildung zum Berufseinstiegscoach ist speziell für Berufseinstiegsbegleiter konzipiert und orientiert sich inhaltlich an den Aufgaben der Berufseinstiegsbegleitung nach SGB III. Berufseinstiegsbegleiter erhalten ein fundiertes Grundwissen zu den verschiedenen Arbeitsfeldern.


