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Schuldnerberatung mit Jugendlichen



Schuldenfallen für Jugendliche
Jugendliche haben immer mehr Geld zur Verfügung und sind immer häufiger verschuldet: Unter den 13-17jährigen sind es bereits 12 Prozent. Eine klassische Schuldenfalle für die Jugendlichen ist dabei das Handy: Telefonieren und SMS versenden ist überschaubar, zum Verhängnis wird den Jugendlichen oft das Runterladen von Logos oder Klingeltönen. Die Bestellung läuft häufig über Premium SMS, die mehrere Euro kosten bzw. über eine 0190-Nummer, die pro Minute 1,86 Euro kostet. So können enorme Kosten entstehen, die erst auf der Telefonrechung am Ende des Monats sichtbar werden. Auch das erste eigene Auto, Versicherungen, Ratenkäufe und der Onlineversandhandel werden für Jugendliche leicht zur Schuldenfalle.

Verschuldung von Auszubildenden
Mit dem Eintritt in die berufliche Ausbildung kann sich die Situation verschärfen, weil viele Auszubildende dann ihren Lebensunterhalt selbst bestreiten müssen und nicht gelernt haben, mit Geld umzugehen. Laut einer Studie der DGB-Jugend München 2003 sind 34,6 der Auszubildenden verschuldet - der Mittelwert lag bei 1.104 Euro. Am häufigsten verschulden sich die Auszubildenden im privaten Bereich, bei Eltern, Partnern und Freunden. Hier fallen keine Zinsen an. Es drohen keine Folgewirkungen wie Mahnungen, Zwangsvollstreckung oder Wohnungsräumung. Anderseits können gerade Schulden im privaten Bereich wichtige Beziehungen belasten. Darüber hinaus verschulden sich die Auszubildenden häufig bei ihrer Bank, die den Auszubildenden aufgrund des regelmäßigen Gehaltes einen Dispokredit einräumt.Die verschuldeten Azubis leiden unter der Situation und machen sich Sorgen. In manchen Fällen führt die Verschuldung sogar zum Ausbildungsabbruch. In der Studie wurde auch deutlich, dass verschuldete und nicht verschuldete Jugendliche fast dasselbe Einkommen zur Verfügung haben. Der Grund für die Verschuldung liegt also weniger am verfügbaren Geld sondern an der Einstellung: Jugendliche mit Schulden wollen deutlich häufiger anderen beweisen, dass sie sich etwas leisten können, finden Ratenverträge o.k. und unnötig, etwas anzusparen. Außerdem erhöhen selbständiges Wohnen und ein niedrigerer Bildungsabschluss das Risiko, sich zu verschulden.

Schuldnerberatung mit Jugendlichen
Um wieder schuldenfrei zu werden, brauchen die Jugendlichen in der Regel Hilfe. Sie müssen lernen, mit Geld umzugehen, z.B. einen Haushaltsplan führen, das eigene Konsumverhalten reflektieren und ändern. Wenn die Schulden bereits hoch sind, brauchen die Jugendlichen auch Hilfe bei der Schuldenregulierung.

Fortbildung Schuldnerberatung mit Jugendlichen
Die Schuldnerberatungsstellen (vor allem von AWO und Caritas) bieten kostenlose Schuldnerberatung für Jugendliche an. Oft ist die Verschuldung bereits fortgeschritten, wenn die Jugendlichen Beratung und Hilfe suchen. Mit präventiver Beratung und erster Hilfe durch Pädagogen in der Jugendhilfe können Schuldnerkarrieren frühzeitig verhindert werden. Die Fortbildung 'Schuldnerberatung mit Jugendlichen' bietet eine Einführung in das Thema. Es werden die Grundlagen der Schuldnerberatung mit Jugendlichen vermittelt.

Gute Links
www.cashless-muenchen.de
www.checkes4you.de
www.ohne-moos.de



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